Deutscher Vitiligo-Tag 2010 in Erlangen
Der Deutsche Vitiligo-Bund e.V. setzt ein Zeichen für Erkrankte
„Es ist wohl Zufall, dass fast genau vor einem Jahr der berühmteste Vitiligo-Betroffene - Michael Jackson – gestorben ist“, stellte Professor Dr.med. Michael Sticherling fest, der Schirmherr des Deutschen Vitiligo-Tages 2010.
Seit ca. drei Jahren gibt es an der Universitätsklinik in Erlangen eine Vitiligo-Sprechstunde. So weiß Stichling wie wichtig eine solchen Informationsveranstaltung für Betroffene ist.
Frau Dr. Elisabeth Preuß, Bürgermeisterin von Erlangen, streifte kurz die Geschichte der Stadt und betonte, dass diese Veranstaltung gut in die Medizinstadt Erlangen passe!
In Vertretung von Dr. Markus Söder, dem Bayerischen Staatsminister für Gesundheit und Umwelt, sprach Dr. Markus Schick, Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, ein Grußwort. Er unterstrich die Wichtigkeit der Selbsthilfe im Gesundheitssystem. Roman Deuerlein, Leiter Versorgungsmanagement Nürnberg, DAK Unternehmen Leben berichtete über die Unterstützung der Selbsthilfe durch die DAK. Er überreichte GeorgPliszewski, dem Vorsitzenden des Deutschen Vitiligo-Bundes e.V. symbolisch einen großen Scheck, denn die DAK übernahm die Finanzierung der Veranstaltung und ermöglichte so freien Eintritt für alle!
Heilung gibt es noch nicht
Georg Pliszewski begrüßte als Vorsitzender des Deutschen Vitiligo-Bundes die knapp 600 Besucher der Veranstaltung. Seit 35 Jahren ist er selbst an Vitiligo erkrankt, wurde von Arzt zu Arzt vertröstet und zu Beginn war der Weg auch für ihn sehr mühsam. „Ich habe gelernt, dass Resignation nicht sein muss und heute stehe ich hier vor Ihnen und eröffne den Deutschen Vitiligo-Tag 2010“ bekannte er. „Information statt Resignation“ - so lautet unsere Devise!
Information ist das Ziel des Vitiligo-Tages!
Mittlerweile ist Vitiligo eine
anerkannte Hautkrankheit. Sie kann zur Einschränkung der Lebensqualität führen
und für jeden Betroffenen zu einer Belastung im sozialen Umfeld werden. „Heilung
gibt es auch im Jahr 2010 nicht, aber Behandlungsmöglichkeiten, die den
Krankheitsverlauf günstig beeinflussen können. Wir sind auf einem guten Weg,
aber noch lange nicht am Ziel und an den Ursachen der Erkrankung wird mit
modernen Methoden geforscht.“
Zur Information gehörte es aber auch an diesem Tag Tipps zu bekommen, wie man
eine Selbsthilfegruppe gründen kann: Hilfe zur Selbsthilfe! Sein Dank ging an
alle, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben, den vielen Helfern der
Selbsthilfegruppe Erlangen und den Ehrenamtlichen des Deutschen Vitiligo-Bundes,
die seit einem Jahr hinter den Kulissen an der Organisation dieser
Veranstaltung mitgewirkt haben.
Ein vielfältiges Programm bot sich den Besuchern
An Messeständen konnten sich die Besucher über UV-Bestrahlungsgeräte, Klimatherapien am Toten Meer, Camouflage-Techniken, über Deutschlands größte akut-stationäre Hautklinik und die Arbeit der DAK-Krankenkasse informieren.
Die Fachvorträgen stießen auf großes Interesse und Prof. Richard Spitz aus den USA, der von seiner aktuellen Studie „VitGene“ berichtete, gab den Besuchern die Möglichkeit durch die Abgabe einer Speichelprobe an der Studie teilzunehmen.
Spezialisierte Dermatologen
stellten Behandlungsmöglichkeiten vor. Eingeladen waren Dr.med. Anke Hartmann
(Hautklinik Erlangen), Dr.med. Raphael Shimshoni (Schloss
Friedensburg/Leutenberg), Dr. (Univ. Istanbul) Raul Yaguboglu (Hohenstadt),
Dr.med. Dieter Schüle (Stuttgart), Prof. Dr.med. Karin U. Schallreuter (Greifswald).
In einer sehr informativen Podiumsdiskussion unter Leitung des Schirmherrn
Prof. Dr. Michael Sticherling, konnten Fragen aus dem Publikum gestellt werden,
die die Referenten ausgiebig diskutierten.
Sicherlich hat diese Veranstaltung ihr Ziel erreicht und vielen Betroffenen die Möglichkeit gegeben sich ausführlich über die unterschiedlichsten Behandlungsmethoden zu informieren.
Informationen unter:
www.vitiligo-bund.de / Tel. 09195 992039 / E-Mail: mail@vitiligo-bund.de