
30 wagemütige Fleckis machten sich Mitte August auf den langen Weg nach Nahost, um an einem ruhigen und friedlichen Ort 400m unter dem Meeresspiegel nahe der israelisch-jordanischen Grenze auf die Suche nach zahlreichen braunen Pünktchen zu gehen. Wir selbst in Jordanien hatten Blick auf die Jordanmündung und von Jericho bis Ein Gedi auf manch israelische Stadt, deren nächtlichen Lichterstreifen am Horizont wie kleine Lichterketten blitzten.
Am 25.8. konnten dann endlich alle 30 glücklich vereint die gemeinsame Pigmentjagd beginnen. Für alle, die jetzt mitlesen und nicht dabei sein konnten: Das tägliche Jagdprogramm bestand im Wesentlichen daraus, sich nach einem ca. 15- bis 30-minütigen Bad im Toten Meer ca. 1 - 2 h (je nach Hauttyp und Befinden) der Sonne auszusetzen. Und um den Pigmenten größere Chancen zu geben wurde das Programm gleich im Doppelpack (1x morgens, 1x nachmittags) durchgeführt.
Ein jeder von uns kennt jetzt das Gefühl nach einem anstrengendem Sonnenbad endlich in das wohltemperierte Zimmer zu kommen um sich dann erst einmal der Pflege der gesamten Hautoberfläche zu widmen. Das war bei den vielen Sonnen- und Schattenstunden sowieso täglich notwendig. Danach kam dann das 1. Tageshoch, oder wie alle Schlafmützen sagen würden: Tagestief(schlaf)
Siesta wurde sehr gern bei einem schönen heißen arabischen Kaffee, einem lecker kross gebackenem Sandwich mit knusperbraunen Pommes Frites oder einfach nur bei einer lecker kühlen Cola mit Schokokeksen zelebriert. Niemand brauchte um diese Zeit zu behaupten, dass es nix zu tun gäbe: Es wurden insgesamt ca. 20 Diskussionsforen über: Sonne, Sonne und Schatten, Chlorwasser und Salzwasser, Raucher und Nichtraucher, Eiswürfelesser und Suppenesser, Zwiebackverächter und Melonenanbeter, sowie Hochdeutsch und Dialekte, Vitamine und Alkohol, ...... usw. eröffnet. Nun gut, wir geben zu, dass es mitunter schon den einen oder anderen unter uns gab, der diese Themen schon zum vierten oder fünften Mal anhörte, aber nur so konnten etliche neue Theorien, wie zum Beispiel der Fleckenerhaltungssatz (Danke Jürgen!) oder die "Ruhe: Ich pigmentiere grad - Ausrede" geprägt werden. Auch wird demnächst dem Satz: "Mir ist heiß, lasst uns in die Sonne gehen"; eine völlig neue Bedeutung zugemessen werden.

Wem dieses tägliche Mittagsunterhaltungsprogramm zu anstrengend war, hatte die Möglichkeit an diversen Ausflügen teilzunehmen. Tages- und Halbtagesfahrten nach Amman, die Abenteuer des Indiana Jones in Petra, Jerash und Madaba, sowie ein insgesamt 16stündiger Ausflug in die Wüste mit vorherigem Badeerlebnis im Roten Meer bei Aqaba. Begleitet wurde man von dem ständigen Drang, doch endlich bald mal ein echtes lebendiges ungeflecktes Kamel zu sehen und nach einigen Anläufen und Fastzusammenstößen zweier dieser edlen Tiere auf einem 20m breiten Weg, wurde der Traum in Form einer völlig frei- und genügsamlebenden Kamelherde doch noch Wirklichkeit. Eines dieser seltenen Exemplare wagte sich sogar so nahe an uns heran, dass es doch tatsächlich noch einige unserer mittlerweile rosafarbenen Flecke begutachten konnte. Wir waren stolz!
Der 2. Tageshöchstpunkt wartete dann regelmäßig zwischen 19 und 22 Uhr in Form eines echten jordanisch-europäischen Buffets auf uns. Vielen Dank Mohammed! Aber jede schöne Zeit geht einmal zu Ende und belohnt wurden wir zum Schluss mit zahlreichen kleinen zarten dunklen Pünktchen, die wir dann auch gleich zu unserem Ausflug nach Frankfurt am 11./15.09. einluden. Wir denken es wird Ihnen auch hier gut gefallen und vielleicht sehen wir uns ja im nächsten Jahr wieder! Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle all jenen Teilnehmern unserer diesjährigen Gruppenreise, die diese für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis machten !
29.09.2004/KEK