Weiße Flecken = Vitiligo?
Samstag, 01. Januar 2022 um 22:01

Weiße Flecken = Vitiligo?

weiße Flecken = Vitiligo?

Es ist ratsam, einen Hautarzt aufzusuchen, wenn weiße Flecken oder andere Hautveränderungen auftreten. Weiße Flecken bedeuten nicht immer, dass es Vitiligo ist. Manche Erkrankungen sind sogar erfreulicherweise sehr schnell zu beheben. Der Hautarzt kann zusätzlich zur bloßen Inaugenscheinnahme die Haut mit einer sogenannten Wood-Lampe untersuchen. Sie strahlt ultraviolettes Licht einer bestimmten Wellenlänge aus. Charakteristisch für die Weißfleckenkrankheit ist, dass die Vitiligo-Herde unter dem Wood-Licht weißlich-gelb aufleuchten. Aber auch die Information, wann die Flecken erstmalig aufgetreten sind und ähnliches helfen bei der Diagnostik andere Erkrankungen sicher auszuschließen.

Pityriasis versicolor

Pityriasis versicolor, auch Kleienpilzflechte oder Kleieflechte genannt, ist eine verhältnismäßig häufig vorkommende Pilzinfektion der oberen Hautschicht. Der Erreger dieser Erkrankung heißt Malassezia furfur. Die Erkrankung ist harmlos und nicht ansteckend. Malassezia-Hefen gehören bei annähernd 100 % der Bevölkerung zur normalen Hautflora. Die Gründe, warum sie bei manchen Menschen pathogen (krankhaft) werden, sind nicht ganz geklärt. Es wird jedoch beobachtet, dass die Hautmykose verstärkt in den Sommermonaten auftritt. Starkes Schwitzen kann die Erkrankung begünstigen. Auch eine Verbindung mit hoher Schilddrüsenfunktion wird vermutet. Es bildet sich ein Pilzrasen, der zum einen physikalisch Licht blockiert, zum anderen toxisch die Melaninproduktion hemmt. Bei Sonnenkontakt bräunt die befallene Haut weit weniger als die umgebenden Partien, wodurch weiße Flecken (Maculae) entstehen. Diese können linsengroß sein oder sich zu einer landkartenartigen Marmorierung der Haut ausweiten. Die Diagnose wird vom Dermatologen meist als Blickdiagnose gestellt und kann durch das Abkratzen von Hautschuppen und die Begutachtung unter dem Mikroskop bestätigt werden. Die Behandlung erfolgt in der Regel äußerlich durch Antimykotika . Die unregelmäßige und unterschiedliche Pigmentierung der Haut kann noch mehrere Monate nach erfolgreicher Behandlung bestehen bleiben.


Naevus depigmentosus

Beim Naevus depigmentosus handelt es sich um eine angeborene Depigmentierung der Haut, meist am Stamm. Sie ist mit bloßem Auge kaum von einer Vitiligo unterscheidbar, bleibt in der Regel unverändert.


Hypomelanosis guttata

Es tritt eine Vielzahl weißer, bis linsengroßer Flecken auf, vor allem an den Streckseiten der Beine.
Diese treten häufig bei Frauen ab 30 auf. Mögliche Ursachen sind Hautverletzungen, wie sie bei einer Rasur entstehen und Hautschäden durch Sonnenbestrahlung.

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